Wortbewegungen vom 26. Mai 201

 

Leben atmen!

Zu keiner Jahreszeit zeigt und lebt die Natur ihre Schönheit und Kraft so deutlich wie in den Monaten Mai und Juni. Es wird prachtvoll gewachsen und geblüht - für ein erntereiches Jahr.

 

Für mich fühlt es sich an wie ein bewusstes Atmen der Natur. Ein tiefes Ein- und Ausatmen, um sich Atemzug um Atemzug, Zentimeter für Zentimeter prachtvoller zu entfalten und zu zeigen. Um sich für die Entwicklung und Entfaltung aller Schönheit und Kraft in Bewegung zu setzen und um zu wachsen. Dem Licht und der Sonne entgegen - hoch gestreckt und weit ausladend.

 

Alles Leben auf der Erde "atmet" tatsächlich - bedingt durch die beiden prägenden Rhythmen der Sonne und des Mondes: dem solaren Rhythmus durch den Stand der Sonne im Verlauf des Jahres sowie dem lunaren Rhythmus durch die dreizehn Mondphasen, die der Mond im Laufe eines Jahres durchläuft. Wir Menschen sind Teil der Natur und damit ebenso geprägt durch diese beiden Rhythmen. Von Geburt an sind wir mit unserem ersten Atemzug ein/e lunar geprägte/r Einatmer/in oder ein/e solar geprägte/r Ausatmer/in.

 

Leben atmen - Schritt für Schritt

Unser natürlicher Atemtypus als Ein- oder Ausatmer/in nimmt unter anderem Einfluss auf unsere Körperhaltung und Lebenseinstellung sowie auf unsere Bewegungsabläufe. Mit einfachen Übungen können wir diesen natürlichen Atemtypus (wieder-)entdecken und seine Wirkung auf unsere (Lebens-)Beweglichkeit spüren. In Körper, Seele und Geist. Für mehr Ausdruck, Lebenskraft und Präsenz, Wohlbefinden und Lebensfreude im täglichen Leben. Beruflich wie privat.

 

Atemtypus - Atempolarität

In der asiatischen Welt gilt die Atempolarität, also die zwei Arten zu atmen, seit Jahrtausenden als Naturgesetz. Hier gilt die Erkenntnis, dass Mond und Sonne alle Lebensrhythmen auf der Erde und alle Bewegungen des Lebens bestimmen und prägen. In der westlichen Welt wurde dieses Wissen erst im 20. Jahrhundert bekannt und lässt sich bis heute nur schwer in unser Welt- und Lebensbild integrieren.

 

Die Vorstellung, dass Bewegung und Atem zusammengehören, ist für uns sehr leicht nachvollziehbar. Brauchen wir doch für alles, was wir tun, auch den Atem. Wenn wir aufhören zu atmen, hören wir auf uns zu bewegen und zu leben. Und so zeigt sich im Ausdruck unserer Lebendigkeit und in unseren Bewegungen auch die Art, wie wir atmen. Dass jedoch auch Stoffwechsel und Atem, Sprache und Körperbewegungen und sogar Essverhalten und Atem zusammenhängen, ist vielen Menschen neu - vor allem in der westlichen Welt.

 

Wie wertvoll und lebenswichtig Bewegung und Atem für uns sind, bemerken wir häufig erst, wenn sich unsere (Lebens-)Beweglichkeit einschränkt, sich Körper- und Lebenshaltung verändern, die Bewegungen, oft auch das ganz normale Gehen mühsam und schmerzvoll werden. Wenn wir immer häufiger in unserem Leben aus der Puste geraten oder uns in herausfordernden Lebenssituationen der Atem stockt. Mit vielen weiteren Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Das (Wieder-)Entdecken des eigenen angeborenen Atemtypus kann hier entscheidend lindern und unterstützen.

 

Jedes Leben verläuft rhythmisch - im Großen und auch im ganz Kleinen. Der große Rhythmus der Natur folgt dem Rhythmus der Gestirne Sonne und Mond. Und so folgen auch unser Körper, jedes Organ und jeder innere Kreislauf diesem natürlichen Rhythmus. Alles spielt und klingt zusammen in einem großen Orchester. Spielt jedes Instrument - jedes Organ - nach der Partitur die richtigen Noten und im Takt, so hören wir wunderbare Musik. Ein falscher Ton fällt noch nicht wirklich ins Gewicht. Doch spielt ein Instrument - ein Organ - auf Dauer falsche Töne, wird der Missklang hörbar, sichtbar und spürbar. Das Orchester - unser Körper - gerät aus dem Rhythmus. Das gesamte Musikstück - unser Leben - gerät aus dem Takt.

 

Atemrhythmus - Bewegungsrhythmus - Lebensrhythmus

Jeder Körper ist anders, jeder von uns bewegt sich anders und auch das macht uns einzigartig. Jeder Millimeter mehr an Beweglichkeit, zum Beispiel in den Füßen, überträgt sich auf unsere gesamte Körperbeweglichkeit, sowie auf die Beweglichkeit unserer Gefühle und unseres Geistes. Dieses Mehr an Beweglichkiet wirkt in alle unsere Lebensbereiche - persönlich wie gesellschaftlich, privat wie beruflich. Dieses Mehr an Beweglichkeit bewirkt ein Mehr an Ausdruck, Lebenskraft und Präsenz, Wohlbefinden und Lebensfreude. Und dafür ist es nie zu spät!

 

Mein Angebot zum Thema

 

LEBEN ATMEN - Schritt für Schritt

 

Einführung in die Atempolarität; Austesten und Berechnung des eigenen Atemtypus; Atemtypische Körperhaltung und Bewegung wie Stehen, Sitzen, Gehen, ...

Atemtypisches Bewegen und Gehen in der Natur


Anrufen

E-Mail