Folge 003

ANZIEHUNGSKRAFT – dein Leben maßgeschneidert

 

KANN DENN VERWANDLUNG WUNDER SEIN?

Freitag, der 29. Mai 2020

 

Wenn wir über Veränderung in unserem Leben sprechen, dann sprechen wir gerne darüber, dass wir etwas umgestalten oder neugestalten wollen, dass es eine Umwandlung oder Abwandlung braucht, eine Überarbeitung oder eine Neuerung. Wir haben etwas umzustellen oder umzuändern. Oder es braucht dringend Korrektur, Umkehr oder einen Wechsel.

 

Auf Wikipedia habe ich zum Begriff „Veränderung“ die unterschiedlichsten Synonymbedeutungen gefunden und sogar noch viele mehr, als ich jetzt schon aufgeführt habe. Was ich darunter allerdings nicht gefunden habe, ist der Begriff der „Verwandlung“.

 

Unter dem Begriff „Verwandlung“ lassen sich auf Wikipedia nur ganz wenige Begriffe finden. Es gibt unter diesem Begriff den Gestaltenwechsel am Theater oder in der Mythologie, und die Änderung eines Bühnenbildes. Dazu findet sich erstaunlicherweise noch der Begriff der „Veränderung“: die Umformung von etwas – sowohl physisch wie auch psychisch. Doch das war`s …

 

Diese Art von Ungleichgewicht und Unterschied hat mich wirklich überrascht. Und ich habe mir dazu meine Gedanken gemacht, an denen ich Dich gerne teilheben lassen möchte - mit dem Hinweis, dass diese selbstverständlich diskutabel sind.

 

 

Stell` Dich vor den Spiegel

Wenn ich etwas verändern will, dann soll dadurch etwas anders werden. Zum Beispiel: Wenn mein Leben in eine Sackgasse geraten ist, dann möchte ich mein Leben wieder flottbekommen. Dafür habe ich eine Entscheidung zu treffen. Ich kann mich GEGEN die Veränderung entscheiden: Ich mache nichts, bleibe in meinem Leben einfach stehen und lasse alles beim Alten. Oder ich entscheide mich FÜR die Veränderung, mache eine Kehrtwende und gehe oder lebe in eine andere, eine neue Richtung.

 

Auch wenn ich mich schon in die neue Richtung begebe, kann ich wieder eine Entscheidung treffen. Ich kann wieder eine Kehrtwende machen, zurückgehen ins Bisherige und die gemachte Veränderung zurücknehmen. Oder ich kann die Veränderung ändern und abschwächen. Denn Veränderung ist anstrengend, ist ungewohnt und erstmal unvertraut.

 

Es kann also auch nur ein „klein wenig Veränderung sein“. Nach dem Motto: „A bissl was geht immer!“ - frei nach dem berühmten Spruch vom Monaco Franze.

 

Veränderung ist wichtig, hat absolut ihre Daseinsberechtigung und hat für mich dennoch immer etwas Halbherziges. Veränderung ist für mich die kleine halbherzige Variante von der Verwandlung. Denn Verwandlung fühlt sich für mich ganz anders an. Warum?

 

Da schaue ich wieder in die Natur. Wenn die Natur einen Veränderungsprozess erlebt oder durchlebt, dann verändert sie sich nicht nach dem Motto „a bissl was geht immer!“. Sie gestaltet sich nicht mal zur Probe um und macht das wieder rückgängig. Die Natur lebt keinen Kompromiss.

 

Veränderung in der Natur ist immer etwas Endgültiges. Es gibt kein Zurück. Veränderung in der Natur ist eine Verwandlung. Und Verwandlung in der Natur ist immer eine Entscheidung für Tod und Leben. Sie ist nicht korrigierbar.

 

Die Verwandlung in der Natur geschieht immer, um wirklich etwas Neues ins Leben zu bringen. Um wirkliche Veränderung herbeizuführen - für wirkliche Entwicklung und Entfaltung.

 

Und weil es bei einer Verwandlung in der Natur kein Zurück gibt, muss sie für mich - das ist meine Meinung, diskutabel, wie schon gesagt - immer mit einem Wunder verbunden sein. Denn sie muss gelingen. Es gibt kein Zurück. Und alles, was es für das Gelingen des Neuen braucht, muss im Alten schon enthalten sein.

 

 

Das Handwerkszeug

Aus den unzähligen Beispielen, mit denen ich die Verwandlung in der Natur beschreiben kann, habe ich mich für einen wahren Verwandlungskünstler entschieden. Ich habe den Seiden- oder Maulbeerspinner gewählt - einen Schmetterling aus der Familie der „Echten Spinner“. Die Familie der „Falschen Spinner“ habe ich bei meiner Recherche nicht gefunden. Was ich sehr interessant finde, denn bei den Spinnern in der Natur geht es anscheinend nur darum ein echtes Leben zu führen - und kein Falsches …

 

Bevor wir einen schönen und häufig auch farbenfrohen Schmetterling erleben können, durchlebt er die unterschiedlichsten Lebensstadien: vom Ei über die Raupe zur Puppe, und durch eine magische Verwandlung von der Puppe zum Schmetterling. Jedes Lebensstadium nimmt sich dabei seine Zeit – von Art zu Art ganz unterschiedlich.

 

Die zeigefingerlange Raupe des Seiden- oder Maulbeerspinners ist nach 33 bis 36 Tagen bereit zu ihrer Verwandlung - nach vier Häutungen, rund und dick vom Genuss der Blätter des Maulbeerbaumes. Für ihre Verwandlung sucht sie sich einen geeigneten Platz zum Einspinnen. Beim Einspinnen presst sie aus zwei Drüsen im Mund zwei Saftstrahlen (zwei Einzelfäden), die an der Luft sofort erstarren. Diese beiden Einzelfäden werden kurz vor dem Verlassen der Spinnöffnung mit Seidenleim zu einem Kokonfaden verklebt. Beim Spinnen vollführt die Seidenraupe achtförmige Bewegungen und formt dabei ihren in Schlingen gelegten Kokon - aus einem circa 3,5 Kilometer langen Faden. Innerhalb von zwei Tagen.

 

Drei bis vier Tage später hat sich die Raupe im Kokon verpuppt. Ihre magische Verwandlung hat begonnen. Die verpuppte Raupe verflüssigt sich zu einer Suppe. Dafür produziert sie Enzyme, die fast jedes Körpergewebe der Raupe auflösen und resorbieren. Nur einige wenige Körperzellgruppen entkommen diesem Auflösungsvorgang. Diese Zellgruppen – sie werden Imaginalscheiben genannt - sind Einstülpungen, die schon in der Raupe angelegt sind. Diese Einstülpungen – die sogenannten Epithelsäckchen - beginnen bereits kurz vor der Puppenruhe zu wachsen. Sie stülpen sich während der Verwandlung aus und bilden die Körperoberfläche des erwachsenen Tieres aus: seine Augen, seine Geschlechtsteile, die Beine, Flügel und Antennen. Nach circa 20 Tagen schlüpft der Seiden- oder Maulbeerspinner.

 

Das neue Leben entsteht in der Auflösung und folgt dennoch seinem natürlichen Lebensentwurf. In der Auflösung entsteht eine völlig neue Lebensform. Diese Veränderung ist endgültig. Sie ist kein Kompromiss. Kein „a bissl“, kein Zurück. Sie ist nicht zu korrigieren.

 

Aus einer Suppe entfaltet sich nach fast drei Wochen ein Schmetterling. Diese Veränderung ist eine wirkliche Veränderung. Sie ist eine Verwandlung.

 

Dieser Vorgang erscheint wie ein Wunder. Für mich ist er ein Wunder.

 

Und genau damit erklärt sich für mich – wie schon gesagt, das ist diskutabel – dass wir vielleicht lieber von Veränderung sprechen und Veränderung leben, als uns in eine Verwandlung zu begeben. Als uns einer Verwandlung hinzugeben.

 

Vielleicht weil wir intuitiv wissen – denn wir sind ja auch Teil der Natur, wir vergessen das nur allzu gerne! – vielleicht weil wir intuitiv wissen, dass eine Verwandlung immer eine Entscheidung FÜR Tod und Leben ist. Und dass an einer Verwandlung immer ein Wunder beteiligt ist. Ein Wunder, das wir mit unserem Kopf und Verstand – die ja weitgehend unsere Lebensführung übernommen haben – weder begreifen noch verstehen können.

 

Und dennoch passiert es und funktioniert. Tag für Tag, Stunde für Stunde, Lebensmoment für Lebensmoment … Auch für uns Menschen und unser Leben.

 

 

Das Thema maßgeschneidert
Wenn Verwandlung bedeutet, dass eine Entscheidung für Tod und Leben und ein Wunder beteiligt sind – was kann das dann für Deine Lebensveränderung bedeuten?


Verwandlung kann dann für Dich bedeuten, dass sich nicht etwas in Deinem Leben zu verändern hat. Es muss nicht etwas anders werden. Verwandlung kann für Dich bedeuten, dass Du Dich zu verändern hast, um etwas zu verändern. Dass Du Dich als Mensch zu verwandeln hast. Du verwandelst Dich in Deinem Innen, in Deiner Tiefe, und damit auch in Deiner äußeren Ausstrahlung. 


Damit veränderst Du nicht nur in Deinem Leben etwas. Sondern Du veränderst auch Dein Leben im Außen. Weil Deine verwandelten Gefühle Deine Wahrnehmung verändern. Weil Deine innere Ausrichtung Deine Sichtweise dreht. Weil Dir durch Deine innere Aufrichtung ein neuer Blickwinkel und Fokus möglich sind. Weil Deine verwandelten Werte neue Wertigkeiten, neue Inhalte und Ziele bedingen. 


Weil Dein verwandeltes Ja zu etwas Dein Nein zu etwas verändert und ein verwandeltes Nein Dein Ja.

 

Verwandlung kann für Dich auch bedeuten, dass Du sie nicht zurücknehmen kannst. Dass Du die noch zerknitterten Flügel zu akzeptieren hast, wenn Du Dich nach Deiner Verwandlung zum ersten Mal zeigst. Dass Du Deine Flügel weiter auszubreiten hast, denn die Knitter glätten sich erst, wenn die gesamte Flügelspannweite erreicht ist. Die Knitter werden erst unsichtbar, wenn die ganze Pracht der Zeichnung Deiner Flügel sichtbar wird. 


Doch diese Knitter sind spätestens dann vergessen, wenn Du mit dem Schlagen Deiner Flügel beginnst. Wenn Du mit ihnen zum ersten Flug ansetzt, die Luft unter den Flügeln spürst und hinausfliegst in Dein neues Reich, das Du Dir damit erobern kannst. Hineinfliegst in Dein neues Leben, das Du Dir damit erlebbar machst. 


Es braucht die Knitter, um überhaupt zum Flug ansetzen zu können. Es braucht die Entscheidung FÜR Tod und Leben UND die Verwandlung, um wirklich etwas verändern und bewegen zu können.


Es braucht die Verwandlung, wenn Dein Lebensglück wieder einmal am seidenen Faden hängt. Denn nur für die Verwandlung spinnt sich der seidene Faden Deines Lebens.


Und Verwandlung kann für Dich auch bedeuten, dass das Wunder des Neuen bereits jetzt, vielleicht in Deiner gerade herausfordernden oder sogar auf den ersten Blick aussichtslosen Lebenssituation, angelegt ist. 

 

Wie aktiviert nun die Natur das Wunder der Verwandlung? Die Wissenschaft hält hier nur Vermutungen bereit. Ich habe jedenfalls nichts Konkretes dazu gefunden. Das Puppenstadium kann sich zum Beispiel bei manchen Schmetterlingsarten über Monate und sogar Jahre hinziehen. Hier nimmt die Wissenschaft an, dass diese Arten auf diese Weise ungünstige Jahre überdauern und so ihrer Population das langfristige Überleben sichern. Die Wissenschaft vermutet, dass das Aktivieren der Verwandlung etwas mit dem Klima, mit Licht und Wärme zu tun hat.


Wie können nun wir Menschen das Wunder der Verwandlung in uns aktivieren? Ich kann mir vorstellen, dass es auch bei uns etwas mit Licht und Wärme zu tun hat und dass Licht und Wärme den Erstimpuls geben. Dass Licht und Wärme in einer herausfordernden oder düsteren Lebenssituation für einen ersten Lichtimpuls sorgen, der immer weiter Licht und Wärme ins Dunkel bringt. Vielleicht …


Wie kannst Du dann dieses Wunder der Verwandlung für Dich aktivieren? 
Ich weiß, und das weiß ich wirklich aus den vielen Verwandlungen, denen ich mich in meinem eigenen Leben hingegeben habe … Ich weiß, dass Du das Wunder der Verwandlung mit einer Frage für Dein Leben aktivieren kannst.

 

Dass Du mit einer Frage, gestellt mit Licht und Wärme für Dich und Dein aktuelles Thema, für den Lichtimpuls sorgen kannst. Dass Du mit einer Frage, gestellt mit Aufmerksamkeit = Licht und Wertschätzung = Wärme für Dich und Deine aktuelle Lebenssituation, den Erstimpuls zur Verwandlung gibst.


Warum passiert das gerade jetzt FÜR MICH UND FÜR MEIN LEBEN?


Mit den Antworten auf diese Frage nimmt das Wunder in Deinem Leben seinen Lauf und beflügelt Dein Leben …


Diese Frage kann ein erster Lichtimpuls für Dein neues maßgeschneidertes Leben sein. Diese Frage, immer wieder gestellt, kann Dich dabei unterstützen, Dein maßgeschneidertes Leben weiter zu kreieren und zu gestalten, es umzusetzen und zu leben. Um es dann auf dem Laufsteg Deines Lebens zu präsentieren.


Warum passiert das gerade jetzt FÜR MICH UND FÜR MEIN LEBEN?

 

Herzlichst und gewandt – geschrieben in die sich wandelnde Zeit


Deine Isabella Maria Weiss*

Kann denn Verwandlung Wunder sein?
Gewandt_Journal_002_29052020.pdf
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